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Klimakrise

Solidarisierungsaufruf zum Klimastreiktag am 24. September 2021

Radfahren in der Stadt

Radfahren in der Stadt

Die beiden Zentren Gesellschaftliche Verantwortung und Oekumene rufen Kirchengemeinden dazu auf, sich mit den Protesten von Fridays for Future am 24. September 2021 zu solidarisieren.

Extremwetterereignisse, Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände machen deutlich, wie schnell sich die Klimakrise verschärft. Der neue Bericht des Weltklimarates (IPCC) hat dies klar bestätigt. Konsequentes und schnelles Handeln ist gefragt, um die drastischsten Gefahren noch abzumildern. Denn schon jetzt gibt es von einigen Veränderungen im Klimasystem kein Zurück mehr. Andere Veränderungen können jedoch durch eine Begrenzung der Erwärmung verlangsamt und wieder andere gestoppt werden.

Am 24. September rufen Fridays for Future erneut zum großen Klimastreik auf. Als Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland und der Initiative Churches for Future schließen sich das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung und das Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW sowie der Klimaschutzmanager Stefan Weiß der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) diesem Aufruf an und bitten Christ*innen in Gemeinden und Einrichtungen der beiden Landeskirchen, sich den Protesten anzuschließen und diese zu unterstützen.

Appell an christliche Verantwortung

„Es liegt in unserer Verantwortung und ist in unseren christlichen Haltungen begründet, ein sozial gerechtes Leben jetzt und ein für zukünftige Generationen lebenswertes Leben zu ermöglichen
und zu bewahren“, erläutert Cassandra Silk, Klimaschutzmanagerin im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung. Aus ihrer Sicht könne das nur mit ambitionierten Maßnahmen und gesellschaftlichem Zusammenhalt gelingen: „Gemeinsam können wir eine gute Zukunft für alle schaffen. Mit Weniger dürfen wir uns nicht zufrieden geben.“

„Klima und globale Gerechtigkeit sind eng miteinander verbunden. Sowohl in Deutschland als auch auf internationaler Ebene ist zügiges Handeln gefordert. Insbesondere in Ländern des globalen Südens verschärft die Klimakrise Hunger, Gesundheitsrisiken und Konflikte. Die ökumenische Schöpfungszeit und die Bundestagswahl im September sind gute Anlässe, über unsere heutige Situation nachzudenken und in entsprechendes Handeln umzusetzen“ regt Helmut Toerner-Roos an, Referent für den Kirchlichen Entwicklungsdienst des Zentrum Oekumene.

Kirchengemeinden können sich anschließen

Kirchengemeinden können sich vor Ort Aktionen anschließen oder sich mit eigenen Aktionen im Rahmen des Klimastreiks engagieren. Beispielsweise können sie sich an der Aktion Klimabänder
(klimabaender.de) beteiligen oder eine Klima-Andacht anbieten, um vor Ort auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen.

Stefan Weiß, Klimaschutzmanager der EKKW hebt hervor: „Beim Klimaschutz geht es vor allem auch um das konkrete Handeln vor Ort, auch in den Kirchengemeinden, um unseren ökologischen
Fußabdruck zu verbessern. Gleichzeitig ist es wichtig, die politischen Rahmenbedingungen für nachhaltiges Handeln zu schaffen. Deshalb ist die Bundestagswahl ein wichtiger Moment, um unsere
Stimmen hörbar zu machen.“
Die nächste Bundesregierung muss den dringlichen Erfordernissen des Klimaschutzes und der Klimagerechtigkeit gerecht werden. Auf klimawahlcheck.org kann man sich über die klimapolitischen
Positionen der verschiedenen Parteien im Rahmen der Wahlprogramme zur Bundestagswahl informieren. Das Online-Tool wurde gemeinsam von der Klima-Allianz, GermanZero und dem NABU
entwickelt.

Weitere Informationen:

Aufruf Klima-Allianz

Streikaufruf Fridays for Future

6. Sachstandsbericht des Weltklimarats, Deutsche Zusammenfassung

Churches for Future

Aktion Klimabänder von Omas for Future


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